Sie sind hier: ClusterMenü > Informationstechnologie anmelden



Cluster Informationstechnologie (IT) minimieren 


Gliederung des Clusters:

  • eCommerce
  • Internetdienstleistungen
  • Portale
  • Softwareentwicklung
  • Systemhäuser
  • Datentechnik, Kommunikationslösungen, Netzwerke
  • Marktforschung
  • unterstützende Einrichtungen und IT-affine Unternehmen

 

 

 

 

 

 

 
 
Verbindungen zu anderen Clustern
 
Bei der Informations- und Kommunikationstechnologie handelt es sich um eine Schlüsselbranche, die naturgemäß enge Beziehungen zu den anderen Schwerpunktbereichen der lokalen Wirtschaft aufweist. Zu den Clustern, die in erster Linie dem Verarbeitenden Gewerbe zuzurechnen sind - Automobilproduktion und -technologie, Elektronische und elektrotechnische Komponenten, Sensorik, Glasproduzierende und -veredelnde Wirtschaft, Kunststoffverarbeitung, Porzellanindustrie und Sondermaschinenbau - bestehen Zulieferverbindungen für spezialisierte Software, z.B. für Steuerungen und Prozessoptimierung. Ebenfalls genutzt werden CAx-Methoden zur Erstellung von Prototypen und Vorproduktserien sowie rechnergestützte Konstruktionsmöglichkeiten. Zudem werden die üblichen Dienstleistungen wie Webdesign nachgefragt.
 
Im Bereich Logistik und Spezialhandel wird Informationstechnologie eingesetzt zur Optimierung der Abläufe, zur Steuerung der Anlagen sowie im elektronischen Handel.
 
In der Biotechnologie werden Felder wie Bioinformatik, Telemedizin und eHealth zunehmend wichtig.
 
 
Produkte und Dienstleistungen des Clusters
  • Software für verschiedenste Bereiche
  • Schwerpunkte in den Bereichen IT-Security und Optimierungslösungen
  • Datentechnik, Netzwerke, Kommunikationstechnik
  • Webseiten und Portale
  • eCommerce-Dienstleistungen
Geographische Schwerpunkte

Konzentration der Unternehmen an den Hochschulstandorten: Amberg-Weiden, Deggendorf, Passau, Regensburg
 
Struktur des Clusters
  • ein Großteil der Unternehmen in den letzten zehn Jahren gegründet; einige Systemhäuser und Softwareentwickler bereits etwas älter und auch größer
  • zum überwiegenden Teil kleine Unternehmen
  • einige starke Anbieter im Bereich der Daten- und Netzwerktechnologie sowie kunden- und branchenspezifische Softwarelösungen
  • nach hoher Fluktuation von Mitarbeitern und Firmen nun stabile Unternehmenslandschaft
  • die überregionale Ausrichtung der IT-Firmen nimmt zu
  • regional sehr gut eingebettete EDV-Schulen in Plattling und Wiesau
  • IT-Security Cluster
  • IT-Speicher in Regensburg als Inkubator für junge IT-Firmen
Kooperationen
  •  IT-Security Cluster Initiative Oberpfalz – IT-Speicher
  • enge Zusammenarbeit innerhalb bestimmter "Familien" von Firmen
  • Kooperationen zur Erweiterung des Leistungsangebots
  • regelmäßig informelle Treffen und Gesprächsrunden
Entwicklungstendenzen
  • weiterhin Existenzgründungen, z.T. Ausgründungen der IT-Abteilungen bestehender Firmen und den Hochschulen
  • Potenzial des Internet und neuer Kommunikationstechnologien in der Region noch nicht ausgeschöpft
Clusterrelevante Links
 
 
 
IT-Sicherheitscluster Cluster Regensburg www.it-security.de
R-Tech GmbH (IT Inkubator Ostbayern) www.it-speicher.de
  Cluster Informations- und Kommunikationstechnik der Allianz Bayern Innovativ www.bicc-net.de
BayDat - Das Transferportal der bayerischen Universitäten und Hochschulen www.baydat.de

 

Detailinformationen

Struktur des Clusters Informationstechnologie

Die IT-Firmen der Region konzentrieren sich auf den Raum Regensburg, wobei sich auch an den weiteren ostbayerischen Hochschulstandorten eine Häufung von Unternehmen der Informationstechnologie findet. Obwohl bisher keine verlässliche Datenbasis existiert, die einen soliden Vergleich erlaubt, rangiert der Raum Regensburg unter Städten dieser Größenordnung im Bundesvergleich nach Meinung von Experten bei den Aktivitäten im Bereich Informationstechnologie sehr weit oben. Im ländlichen Raum haben einige größere IT-Unternehmen ihren Sitz – sie haben ihren Standort z.T. hier gewählt, um der angespannten Arbeitskräftesituation und dem Mangel an Fachkräften in Ballungsgebieten zu entgegnen.
 
Auswertung der CORIS-Datenbank
 
Diesem Cluster zugeordnet sind insgesamt 500 Datensätze (Stand Dezember 2006) von Unternehmen und Einrichtungen. Explizit nicht erfasst sind dabei die Hersteller von Hardware sowie reine Handelsunternehmen. Die folgenden Auswertungen beziehen sich auf die Angaben des Jahres 2001: Eine Schätzung der Mitarbeiterzahlen zeigt, dass bei den 310 in Ostbayern ansässigen IT-Firmen, die in diese engere Definition fallen und in der CORIS-Datenbank enthalten sind, etwa 12.400 Mitarbeiter beschäftigt sind. (Die Datensätze einiger Unternehmen sind nicht vollständig. Die hier angegebene Zahl ergibt sich aus der Summe der bekannten exakten Mitarbeiterzahlen des Jahres 2001 an den einzelnen Standorten, addiert mit der geschätzten Mitarbeiterzahl der restlichen Firmen. Basis der Schätzung sind die Mittelwert der Größenklassen, die in der CORIS-Datenbank erfasst sind.)
 
Separat davon sind die Einrichtungen, wie z.B. Lehrstühle bzw. Studiengänge an den ostbayerischen Hochschulen, Technologietransferstellen, Kammern, Existenzgründer- und Weiterbildungseinrichtungen, zu sehen. Hier weist die CORIS-Datenbank 65 Nennungen auf.
 
Mit jeweils rund 100 Einträgen sind die Clusterkategorien "Internetservice und Provider" und "Softwareentwicklung" die beiden größten Bereiche. Ersterer ist gekennzeichnet durch vergleichsweise kleine Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern. (Auch in Bezug auf Gründungsdatum und Entwicklung der Unternehmen sind die Angaben nicht vollständig. Die entsprechenden Aussagen stützen sich auf die erfassten Daten.) Bis auf wenige Ausnahmen wurden die Firmen in den neunziger Jahren gegründet, etwa die Hälfte ist jünger als drei Jahre. Ausgründungen aus bestehenden Unternehmen, zum Teil als Oursourcing der kompletten Abteilungen, sind hier genauso wie in der Clusterkategorie "Softwareentwicklung" nachzuweisen. In dieser sind rund ein Sechstel der Unternehmen rein technisch orientiert, die Software stellt einen beträchtlichen Teil ihrer Endprodukte dar. Diese Firmen sind vergleichsweise groß, gehen zum Teil auf die siebziger und achtziger Jahre zurück und haben in den letzten Jahren ein starkes Wachstum verzeichnet. Der Großteil der Softwareentwickler sind aber kleinere und in den neunziger Jahren entstandene Firmen. Sie sind Zulieferer von kundenspezifisch entwickelter Software, oftmals für technische Bereiche - Ingenieursoftware, Prozesssteuerungen oder -optimierungen, Logistiksoftware.
 
In die Clusterkategorie "Systemhäuser" fallen rund 20 Unternehmen. Diese sind mit Beschäftigtenzahlen zwischen zehn und 100 vergleichsweise groß und unterhalten zum Teil mehrere Filialen, auch im Untersuchungsgebiet. Dies gilt auch für die 14 Firmen, die zur Rubrik "Datentechnik, Kommunikationslösungen, Netzwerke" zählen. Systemhäuser sind im Schnitt auch älter als die Firmen in den anderen Clusterkategorien, etwa ein Viertel der Firmen wurde bereits in den achtziger Jahren gegründet. Die Gründungszeit der Unternehmen, die sich mit Datentechnik, Kommunikationslösungen und Netzwerken befassen, fällt typischerweise in die Mitte der neunziger Jahre.
 
In zwei Gruppen unterteilen sich die "Portale" (25 Einträge). Hier gibt es zum einen die Bürgernetze, Telezentren und Virtuellen Marktplätze sowie die Firmen, die sonstige Portale ohne regionale Bindung anbieten. Die Portale beider Typen sind nicht vor 1998 entstanden.
 
Zu den "eCommerce"-Unternehmen werden auch Versandhäuser gezählt, die sich an die Marktgegebenheiten angepasst haben und das Internet als Vertriebsweg nutzen. Ein Großteil dieser Unternehmen haben sich über lange Zeit entwickelt, einzelne gehen bis zur Jahrhundertwende, in die Weimarer Republik bzw. die fünfziger Jahre zurück. Neugründungen, die auf Basis des eCommerce entstanden sind, erfolgten seit der ersten Hälfte der neunziger Jahre.
 
Erkenntnisse aus den Interviews
 
Generell auffällig ist eine hohe Gründungsaktivität im IT-Bereich, die durch die Einrichtung des IT-Speichers, eines von der Stadt Regensburg und Hewlett Packard initiierten Akzeleratorzentrums, nochmals an Dynamik gewinnt. Der Großteil der Unternehmen ist jung und die Unternehmenslandschaft verändert sich rapide.
 
Kennzeichnend für diese Branche ist auch die hohe Fluktuation von Mitarbeitern. Trotz der gegenwärtigen Wirtschaftsflaute besteht ein gravierender Personalengpass bei Programmierern und weiteren Fachkräften, was zum Teil ein mögliches Wachstum der Firmen verhindert. Die Unternehmen setzen teilweise auf eine Rekrutierung von Mitarbeitern aus dem studentischen Umfeld, ein Grund auch dafür, die räumliche Nähe zu Universitäten und Fachhochschulen zu suchen. Eine besondere Rolle spielen dabei – neben den Fachhochschulen mit eigener IT-Ausbildung auch universitäre Fachbereiche wie Wirtschaftsinformatik, Physik und Mathematik, die eine IT-affine Ausbildung anbieten – die EDV-Schulen in Plattling und Wiesau. Diese umfassen jeweils eine Fachschule und eine Berufsfachschule und bieten eine sehr praxisorientierte und -relevante Ausbildung mit Projektarbeiten in den Unternehmen an.
 
Viele Unternehmen sind überwiegend für Auftraggeber in der Region tätig. Von den Akteuren wird aber oftmals auch betont, dass trotz des eher engen Geschäftsradius der hiesigen Firmen eine Tuchfühlung zu dem gerade auch im Bereich der Informationstechnologie sich dynamisch entwickelnden Ballungsraumes München von großer Bedeutung sei.
 
Vorteile der Region werden in den vergleichsweise niedrigen Personalkosten gesehen. Dabei ist eine von der Größe der Unternehmen abhängige Personalpolitik zu beobachten. Während Akademiker mit entsprechendem Abschluss (insbesondere Diplom-Informatiker) mit hohen Gehältern typischerweise zu größeren Unternehmen gehen, setzen kleinere Firmen oftmals auf Quereinsteiger. Von den Arbeitskräften wird neben einem gewissen Idealismus eine hohe Flexibilität in Arbeitszeit und Aufgabenstellung erwartet.
 
Beklagt wird zum Teil, dass einige Firmen und damit potentielle Kunden in der Region die Bedeutung des Internet immer noch unterschätzten. Hier stehe in manchen Bereichen noch ein Generationswechsel bevor. Auch von einer immer noch spürbaren Rückständigkeit des Wirtschaftsraums bezüglich der Adaption neuer Informationstechnologien ist bei manchem die Rede. Viele kleinere und mittlere Unternehmen der Region interessierten sich beispielsweise kaum für Web-Präsenz und Web-Auftritt. Ein Problem bestehe zum Teil auch in der mangelnden Professionalität mancher Anbieter. Die Qualität der Produkte, beispielsweise einer Webseite, kann für Laien oftmals nicht eingeschätzt werden. Auf den ersten Blick eindrucksvolle Angebote können auch von wenig professionellen Newcomern ("Website-Bastlern") erstellt werden. Diese seien aber letztlich mit geringer Wirkung bzw. mit hohen Folgekosten und Betreuungsaufwand verbunden.
 
Interessant erscheint, dass Kundenkontakte oftmals über persönliche Kontakte oder Mund-zu-Mund-Propaganda hergestellt werden. Dies ist nur bei den wenigen überregional tätigen Firmen anders. Eine ausgesprochene Kundenbindung entsteht oft erst mit komplexeren Anwendungen. Dabei ist dann das Vertrauen in die Überlebensfähigkeit der Firma entscheidend.
 
Entwicklungstendenzen
 
Zum Beginn des Jahrzehnts wies der gesamte Bereich Informationstechnologie eine außerordentlich hohe Gründungsrate auf. Obwohl sich in der gesamten Region einige Beispiele für sehr erfolgreiche Geschäftsentwicklungen aufzeigen ließen, konzentrierten sich die Aktivitäten weiterhin auf die Zentren, insbesondere die Hochschulstandorte.
 
Zunehmend werden komplexe Softwareanwendungen entwickelt. In den letzten Jahren haben sich insbesondere in den Feldern Optimierungslösungen, Kommunikationstechnik und Anlagensteuerungen leistungsstarke Unternehmen herausgebildet, die auch international renommiert sind.
 
In Regensburg wurde die Ansiedlung eines Inkubatorzentrums zur Unterstützung von Start-Ups im Bereich Informationstechnologie im Dezember 2000 beschlossen. Dabei handelt es sich um eine strategische Partnerschaft zwischen der Stadt Regensburg und Hewlett-Packard, mit weiterer Beteiligung von 3i, McKinsey und Rödl & Partner. Konkretisiert wurde die Initiative im September 2001 durch Gründung des IT-Speicher. Dieser wird betrieben von der IT-Inkubator Ostbayern GmbH, einer Tochter der Regensburg Business Development GmbH, hinter der wiederum die Stadt Regensburg steht. 2006 haben rund 40 Unternehmen ihren Sitz im IT-Speicher, wobei seit der Gründung 2001 rund 80 IT-Start-Up-Unternehmen von den Leistungen der R-Tech GmbH (ehem. IT-Inkubator Ostbayern GmbH) profitieren konnten.
 
Kooperationsformen
 
Der IT-Speicher hat sich nicht nur zum Zentrum der Regensburger IT-Branche entwickelt, sondern ist auch der Nukleus der IT-Security Cluster Initiative Oberpfalz, die 2004 zur Profilierung des Standorts gegründet wurde. Diese Clusterinitiative basiert auf einer breiten Basis an einschlägig spezialisierten Unternehmen, die in der Region ansässig sind. (Näheres siehe Cluster IT-Sicherheit)

Zudem weist die Universität Regensburg mit vier Lehrstühlen, die Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Informationssicherheit betreiben, ein hohes und auch einmaliges Potenzial in der angewandten IT-Sicherheitsforschung auf. Im Rahmen der Initiative wurde bereits das „Zentrum für Informationssicherheit“ (von Universität und Fachhochschule gemeinsam betrieben) sowie die Strategische Partnerschaft IT-Sicherheit mit 30 Partnern aus der Region gegründet.

Weitere Netzwerkinformationen: Kenner der IT-Sparte sprechen von verschiedenen "Familien", also Firmen, die über den Venture-Capital-Geber oder Gründerpersönlichkeiten miteinander verbunden sind. Innerhalb einer "Familie" ist die Kooperation ausgeprägt - zum Teil kommt es zum gezielten Austausch von Mitarbeitern. Die Einbindung in ein solches Kooperationsnetzwerk ist nicht bei allen Unternehmen gegeben. Manche Gruppen im IT-Sektor scheinen in der Vergangenheit auch ohne ausgeprägte Außenkontakte funktioniert zu haben. In letzter Zeit etablieren sich verschiedene Gesprächskreise, die gut angenommen werden. Ein Beispiel ist der monatliche IT-Stammtisch, der schon länger existiert und nun im IT-Speicher eine Heimat gefunden hat. Regelmäßige Teilnehmer sind neben den IT-Unternehmen auch Vertreter der Kammern, der Wirtschaftsförderung und der Hochschulen. Ähnliches gilt für den Existenzgründerverein Interface, bei dem sich ebenfalls einmal im Monat Jungunternehmer treffen, von denen zahlreiche im IT-Bereich tätig sind.
 
Der zweifellos vorhandene Bedarf für regelmäßige Treffen und Erfahrungsaustausch hat sicherlich unterschiedliche Gründe. Ein wichtiger Grund besteht jedoch darin, dass die Firmen Kooperationspartner zur Erweiterung ihres Leistungsspektrums suchen. Eine solche Erweiterung wäre oftmals auch durch eigenes Wachstum möglich, wird aber teils durch Risiko- bzw. Rentabilitätsüberlegungen, teils durch einen Mangel an Arbeitskräften verhindert. Im Rahmen der Netzwerkbildung kommt es zu zahlreichen gemeinsamen Projekten. Diese münden auch in ein regelmäßiges Einbeziehen des Partnerunternehmens bei passenden Aufträgen. Ein weiterer Grund dürfte sein, dass es insbesondere für kleinere Firmen von großer Bedeutung ist, am Markt wahrgenommen zu werden. Dabei unterstützen sie sich gegenseitig. So ist z.B. Weiterempfehlung und der Linkaustausch zwischen Firmen üblich.
 
 
 
 
 


Gliederung des Clusters:

  • eCommerce
  • Internetdienstleistungen
  • Portale
  • Softwareentwicklung
  • Systemhäuser
  • Datentechnik, Kommunikationslösungen, Netzwerke
  • Marktforschung
  • unterstützende Einrichtungen und IT-affine Unternehmen

 

 

 

 

 

 

 
 
Verbindungen zu anderen Clustern
 
Bei der Informations- und Kommunikationstechnologie handelt es sich um eine Schlüsselbranche, die naturgemäß enge Beziehungen zu den anderen Schwerpunktbereichen der lokalen Wirtschaft aufweist. Zu den Clustern, die in erster Linie dem Verarbeitenden Gewerbe zuzurechnen sind - Automobilproduktion und -technologie, Elektronische und elektrotechnische Komponenten, Sensorik, Glasproduzierende und -veredelnde Wirtschaft, Kunststoffverarbeitung, Porzellanindustrie und Sondermaschinenbau - bestehen Zulieferverbindungen für spezialisierte Software, z.B. für Steuerungen und Prozessoptimierung. Ebenfalls genutzt werden CAx-Methoden zur Erstellung von Prototypen und Vorproduktserien sowie rechnergestützte Konstruktionsmöglichkeiten. Zudem werden die üblichen Dienstleistungen wie Webdesign nachgefragt.
 
Im Bereich Logistik und Spezialhandel wird Informationstechnologie eingesetzt zur Optimierung der Abläufe, zur Steuerung der Anlagen sowie im elektronischen Handel.
 
In der Biotechnologie werden Felder wie Bioinformatik, Telemedizin und eHealth zunehmend wichtig.
 
 
Produkte und Dienstleistungen des Clusters
  • Software für verschiedenste Bereiche
  • Schwerpunkte in den Bereichen IT-Security und Optimierungslösungen
  • Datentechnik, Netzwerke, Kommunikationstechnik
  • Webseiten und Portale
  • eCommerce-Dienstleistungen
Geographische Schwerpunkte

Konzentration der Unternehmen an den Hochschulstandorten: Amberg-Weiden, Deggendorf, Passau, Regensburg
 
Struktur des Clusters
  • ein Großteil der Unternehmen in den letzten zehn Jahren gegründet; einige Systemhäuser und Softwareentwickler bereits etwas älter und auch größer
  • zum überwiegenden Teil kleine Unternehmen
  • einige starke Anbieter im Bereich der Daten- und Netzwerktechnologie sowie kunden- und branchenspezifische Softwarelösungen
  • nach hoher Fluktuation von Mitarbeitern und Firmen nun stabile Unternehmenslandschaft
  • die überregionale Ausrichtung der IT-Firmen nimmt zu
  • regional sehr gut eingebettete EDV-Schulen in Plattling und Wiesau
  • IT-Security Cluster
  • IT-Speicher in Regensburg als Inkubator für junge IT-Firmen
Kooperationen
  •  IT-Security Cluster Initiative Oberpfalz – IT-Speicher
  • enge Zusammenarbeit innerhalb bestimmter "Familien" von Firmen
  • Kooperationen zur Erweiterung des Leistungsangebots
  • regelmäßig informelle Treffen und Gesprächsrunden
Entwicklungstendenzen
  • weiterhin Existenzgründungen, z.T. Ausgründungen der IT-Abteilungen bestehender Firmen und den Hochschulen
  • Potenzial des Internet und neuer Kommunikationstechnologien in der Region noch nicht ausgeschöpft
Clusterrelevante Links
 
 
 
IT-Sicherheitscluster Cluster Regensburg www.it-security.de
R-Tech GmbH (IT Inkubator Ostbayern) www.it-speicher.de
  Cluster Informations- und Kommunikationstechnik der Allianz Bayern Innovativ www.bicc-net.de
BayDat - Das Transferportal der bayerischen Universitäten und Hochschulen www.baydat.de

 

Detailinformationen

Struktur des Clusters Informationstechnologie

Die IT-Firmen der Region konzentrieren sich auf den Raum Regensburg, wobei sich auch an den weiteren ostbayerischen Hochschulstandorten eine Häufung von Unternehmen der Informationstechnologie findet. Obwohl bisher keine verlässliche Datenbasis existiert, die einen soliden Vergleich erlaubt, rangiert der Raum Regensburg unter Städten dieser Größenordnung im Bundesvergleich nach Meinung von Experten bei den Aktivitäten im Bereich Informationstechnologie sehr weit oben. Im ländlichen Raum haben einige größere IT-Unternehmen ihren Sitz – sie haben ihren Standort z.T. hier gewählt, um der angespannten Arbeitskräftesituation und dem Mangel an Fachkräften in Ballungsgebieten zu entgegnen.
 
Auswertung der CORIS-Datenbank
 
Diesem Cluster zugeordnet sind insgesamt 500 Datensätze (Stand Dezember 2006) von Unternehmen und Einrichtungen. Explizit nicht erfasst sind dabei die Hersteller von Hardware sowie reine Handelsunternehmen. Die folgenden Auswertungen beziehen sich auf die Angaben des Jahres 2001: Eine Schätzung der Mitarbeiterzahlen zeigt, dass bei den 310 in Ostbayern ansässigen IT-Firmen, die in diese engere Definition fallen und in der CORIS-Datenbank enthalten sind, etwa 12.400 Mitarbeiter beschäftigt sind. (Die Datensätze einiger Unternehmen sind nicht vollständig. Die hier angegebene Zahl ergibt sich aus der Summe der bekannten exakten Mitarbeiterzahlen des Jahres 2001 an den einzelnen Standorten, addiert mit der geschätzten Mitarbeiterzahl der restlichen Firmen. Basis der Schätzung sind die Mittelwert der Größenklassen, die in der CORIS-Datenbank erfasst sind.)
 
Separat davon sind die Einrichtungen, wie z.B. Lehrstühle bzw. Studiengänge an den ostbayerischen Hochschulen, Technologietransferstellen, Kammern, Existenzgründer- und Weiterbildungseinrichtungen, zu sehen. Hier weist die CORIS-Datenbank 65 Nennungen auf.
 
Mit jeweils rund 100 Einträgen sind die Clusterkategorien "Internetservice und Provider" und "Softwareentwicklung" die beiden größten Bereiche. Ersterer ist gekennzeichnet durch vergleichsweise kleine Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern. (Auch in Bezug auf Gründungsdatum und Entwicklung der Unternehmen sind die Angaben nicht vollständig. Die entsprechenden Aussagen stützen sich auf die erfassten Daten.) Bis auf wenige Ausnahmen wurden die Firmen in den neunziger Jahren gegründet, etwa die Hälfte ist jünger als drei Jahre. Ausgründungen aus bestehenden Unternehmen, zum Teil als Oursourcing der kompletten Abteilungen, sind hier genauso wie in der Clusterkategorie "Softwareentwicklung" nachzuweisen. In dieser sind rund ein Sechstel der Unternehmen rein technisch orientiert, die Software stellt einen beträchtlichen Teil ihrer Endprodukte dar. Diese Firmen sind vergleichsweise groß, gehen zum Teil auf die siebziger und achtziger Jahre zurück und haben in den letzten Jahren ein starkes Wachstum verzeichnet. Der Großteil der Softwareentwickler sind aber kleinere und in den neunziger Jahren entstandene Firmen. Sie sind Zulieferer von kundenspezifisch entwickelter Software, oftmals für technische Bereiche - Ingenieursoftware, Prozesssteuerungen oder -optimierungen, Logistiksoftware.
 
In die Clusterkategorie "Systemhäuser" fallen rund 20 Unternehmen. Diese sind mit Beschäftigtenzahlen zwischen zehn und 100 vergleichsweise groß und unterhalten zum Teil mehrere Filialen, auch im Untersuchungsgebiet. Dies gilt auch für die 14 Firmen, die zur Rubrik "Datentechnik, Kommunikationslösungen, Netzwerke" zählen. Systemhäuser sind im Schnitt auch älter als die Firmen in den anderen Clusterkategorien, etwa ein Viertel der Firmen wurde bereits in den achtziger Jahren gegründet. Die Gründungszeit der Unternehmen, die sich mit Datentechnik, Kommunikationslösungen und Netzwerken befassen, fällt typischerweise in die Mitte der neunziger Jahre.
 
In zwei Gruppen unterteilen sich die "Portale" (25 Einträge). Hier gibt es zum einen die Bürgernetze, Telezentren und Virtuellen Marktplätze sowie die Firmen, die sonstige Portale ohne regionale Bindung anbieten. Die Portale beider Typen sind nicht vor 1998 entstanden.
 
Zu den "eCommerce"-Unternehmen werden auch Versandhäuser gezählt, die sich an die Marktgegebenheiten angepasst haben und das Internet als Vertriebsweg nutzen. Ein Großteil dieser Unternehmen haben sich über lange Zeit entwickelt, einzelne gehen bis zur Jahrhundertwende, in die Weimarer Republik bzw. die fünfziger Jahre zurück. Neugründungen, die auf Basis des eCommerce entstanden sind, erfolgten seit der ersten Hälfte der neunziger Jahre.
 
Erkenntnisse aus den Interviews
 
Generell auffällig ist eine hohe Gründungsaktivität im IT-Bereich, die durch die Einrichtung des IT-Speichers, eines von der Stadt Regensburg und Hewlett Packard initiierten Akzeleratorzentrums, nochmals an Dynamik gewinnt. Der Großteil der Unternehmen ist jung und die Unternehmenslandschaft verändert sich rapide.
 
Kennzeichnend für diese Branche ist auch die hohe Fluktuation von Mitarbeitern. Trotz der gegenwärtigen Wirtschaftsflaute besteht ein gravierender Personalengpass bei Programmierern und weiteren Fachkräften, was zum Teil ein mögliches Wachstum der Firmen verhindert. Die Unternehmen setzen teilweise auf eine Rekrutierung von Mitarbeitern aus dem studentischen Umfeld, ein Grund auch dafür, die räumliche Nähe zu Universitäten und Fachhochschulen zu suchen. Eine besondere Rolle spielen dabei – neben den Fachhochschulen mit eigener IT-Ausbildung auch universitäre Fachbereiche wie Wirtschaftsinformatik, Physik und Mathematik, die eine IT-affine Ausbildung anbieten – die EDV-Schulen in Plattling und Wiesau. Diese umfassen jeweils eine Fachschule und eine Berufsfachschule und bieten eine sehr praxisorientierte und -relevante Ausbildung mit Projektarbeiten in den Unternehmen an.
 
Viele Unternehmen sind überwiegend für Auftraggeber in der Region tätig. Von den Akteuren wird aber oftmals auch betont, dass trotz des eher engen Geschäftsradius der hiesigen Firmen eine Tuchfühlung zu dem gerade auch im Bereich der Informationstechnologie sich dynamisch entwickelnden Ballungsraumes München von großer Bedeutung sei.
 
Vorteile der Region werden in den vergleichsweise niedrigen Personalkosten gesehen. Dabei ist eine von der Größe der Unternehmen abhängige Personalpolitik zu beobachten. Während Akademiker mit entsprechendem Abschluss (insbesondere Diplom-Informatiker) mit hohen Gehältern typischerweise zu größeren Unternehmen gehen, setzen kleinere Firmen oftmals auf Quereinsteiger. Von den Arbeitskräften wird neben einem gewissen Idealismus eine hohe Flexibilität in Arbeitszeit und Aufgabenstellung erwartet.
 
Beklagt wird zum Teil, dass einige Firmen und damit potentielle Kunden in der Region die Bedeutung des Internet immer noch unterschätzten. Hier stehe in manchen Bereichen noch ein Generationswechsel bevor. Auch von einer immer noch spürbaren Rückständigkeit des Wirtschaftsraums bezüglich der Adaption neuer Informationstechnologien ist bei manchem die Rede. Viele kleinere und mittlere Unternehmen der Region interessierten sich beispielsweise kaum für Web-Präsenz und Web-Auftritt. Ein Problem bestehe zum Teil auch in der mangelnden Professionalität mancher Anbieter. Die Qualität der Produkte, beispielsweise einer Webseite, kann für Laien oftmals nicht eingeschätzt werden. Auf den ersten Blick eindrucksvolle Angebote können auch von wenig professionellen Newcomern ("Website-Bastlern") erstellt werden. Diese seien aber letztlich mit geringer Wirkung bzw. mit hohen Folgekosten und Betreuungsaufwand verbunden.
 
Interessant erscheint, dass Kundenkontakte oftmals über persönliche Kontakte oder Mund-zu-Mund-Propaganda hergestellt werden. Dies ist nur bei den wenigen überregional tätigen Firmen anders. Eine ausgesprochene Kundenbindung entsteht oft erst mit komplexeren Anwendungen. Dabei ist dann das Vertrauen in die Überlebensfähigkeit der Firma entscheidend.
 
Entwicklungstendenzen
 
Zum Beginn des Jahrzehnts wies der gesamte Bereich Informationstechnologie eine außerordentlich hohe Gründungsrate auf. Obwohl sich in der gesamten Region einige Beispiele für sehr erfolgreiche Geschäftsentwicklungen aufzeigen ließen, konzentrierten sich die Aktivitäten weiterhin auf die Zentren, insbesondere die Hochschulstandorte.
 
Zunehmend werden komplexe Softwareanwendungen entwickelt. In den letzten Jahren haben sich insbesondere in den Feldern Optimierungslösungen, Kommunikationstechnik und Anlagensteuerungen leistungsstarke Unternehmen herausgebildet, die auch international renommiert sind.
 
In Regensburg wurde die Ansiedlung eines Inkubatorzentrums zur Unterstützung von Start-Ups im Bereich Informationstechnologie im Dezember 2000 beschlossen. Dabei handelt es sich um eine strategische Partnerschaft zwischen der Stadt Regensburg und Hewlett-Packard, mit weiterer Beteiligung von 3i, McKinsey und Rödl & Partner. Konkretisiert wurde die Initiative im September 2001 durch Gründung des IT-Speicher. Dieser wird betrieben von der IT-Inkubator Ostbayern GmbH, einer Tochter der Regensburg Business Development GmbH, hinter der wiederum die Stadt Regensburg steht. 2006 haben rund 40 Unternehmen ihren Sitz im IT-Speicher, wobei seit der Gründung 2001 rund 80 IT-Start-Up-Unternehmen von den Leistungen der R-Tech GmbH (ehem. IT-Inkubator Ostbayern GmbH) profitieren konnten.
 
Kooperationsformen
 
Der IT-Speicher hat sich nicht nur zum Zentrum der Regensburger IT-Branche entwickelt, sondern ist auch der Nukleus der IT-Security Cluster Initiative Oberpfalz, die 2004 zur Profilierung des Standorts gegründet wurde. Diese Clusterinitiative basiert auf einer breiten Basis an einschlägig spezialisierten Unternehmen, die in der Region ansässig sind. (Näheres siehe Cluster IT-Sicherheit)

Zudem weist die Universität Regensburg mit vier Lehrstühlen, die Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Informationssicherheit betreiben, ein hohes und auch einmaliges Potenzial in der angewandten IT-Sicherheitsforschung auf. Im Rahmen der Initiative wurde bereits das „Zentrum für Informationssicherheit“ (von Universität und Fachhochschule gemeinsam betrieben) sowie die Strategische Partnerschaft IT-Sicherheit mit 30 Partnern aus der Region gegründet.

Weitere Netzwerkinformationen: Kenner der IT-Sparte sprechen von verschiedenen "Familien", also Firmen, die über den Venture-Capital-Geber oder Gründerpersönlichkeiten miteinander verbunden sind. Innerhalb einer "Familie" ist die Kooperation ausgeprägt - zum Teil kommt es zum gezielten Austausch von Mitarbeitern. Die Einbindung in ein solches Kooperationsnetzwerk ist nicht bei allen Unternehmen gegeben. Manche Gruppen im IT-Sektor scheinen in der Vergangenheit auch ohne ausgeprägte Außenkontakte funktioniert zu haben. In letzter Zeit etablieren sich verschiedene Gesprächskreise, die gut angenommen werden. Ein Beispiel ist der monatliche IT-Stammtisch, der schon länger existiert und nun im IT-Speicher eine Heimat gefunden hat. Regelmäßige Teilnehmer sind neben den IT-Unternehmen auch Vertreter der Kammern, der Wirtschaftsförderung und der Hochschulen. Ähnliches gilt für den Existenzgründerverein Interface, bei dem sich ebenfalls einmal im Monat Jungunternehmer treffen, von denen zahlreiche im IT-Bereich tätig sind.
 
Der zweifellos vorhandene Bedarf für regelmäßige Treffen und Erfahrungsaustausch hat sicherlich unterschiedliche Gründe. Ein wichtiger Grund besteht jedoch darin, dass die Firmen Kooperationspartner zur Erweiterung ihres Leistungsspektrums suchen. Eine solche Erweiterung wäre oftmals auch durch eigenes Wachstum möglich, wird aber teils durch Risiko- bzw. Rentabilitätsüberlegungen, teils durch einen Mangel an Arbeitskräften verhindert. Im Rahmen der Netzwerkbildung kommt es zu zahlreichen gemeinsamen Projekten. Diese münden auch in ein regelmäßiges Einbeziehen des Partnerunternehmens bei passenden Aufträgen. Ein weiterer Grund dürfte sein, dass es insbesondere für kleinere Firmen von großer Bedeutung ist, am Markt wahrgenommen zu werden. Dabei unterstützen sie sich gegenseitig. So ist z.B. Weiterempfehlung und der Linkaustausch zwischen Firmen üblich.
 
 
 
 
 

Modulinhalt drucken  
Copyright by CORIS GbR    Nutzungsbedingungen    Datenschutzerklärung    Automobil Elektronik Sondermaschinenbau Sensorik Glas Porzellan & Keramik Informationstechnologie IT-Sicherheit IT-Logistik Kunststoffverarbeitung Biotechnologie Logistik & Spezialhandel Sonstige