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Cluster Sondermaschinenbau (SMB) minimieren 

 
Gliederung des Clusters:

  • Nahrungsmitteltechnologie
  • Automatisierung und Robotik
  • Verpackungsmaschinen
  • Bestückungsmaschinen und Halbleitertechnologie
  • Anlagenbau
  • Sonstiges, Zulieferer und Dienstleister
  • unterstützende Einrichtungen

 

 

 

Produkte des Clusters
  • technologisch anspruchsvolle Maschinen und Anlagen für verschiedene Einsatzzwecke (Nahrungsmitteltechnologie, Verpackungsmaschinen, Bestückungsmaschinen und Halbleitertechnologie, Automatisierung und Robotik, Anlagenbau), z.T. abgestimmt auf den spezifischen Bedarf regional ansässiger Unternehmen
 Leitbetriebe
  •  Krones, Zippel, Andritz Fiedler
  •  BHS Corrugated
  •  Mühlbauer High-Tech International, Geringer Halbleitertechnik
  •  Autec, Baumann, F.EE, Gluth Systemtechnik, IMA, Micro Epsilon, Sonplas
  •  Strama-MPS, Netzsch
Geographische Schwerpunkte
  • Nahrungsmitteltechnologie im Raum Neutraubling konzentriert
  • Sondermaschinenbau als starker Schwerpunkt in und um Straubing
  • Konzentration von Automatisierung und Robotik im Raum Amberg
Struktur des Clusters
  • einige Unternehmen der Region sind mit ihren Produkten Weltmarktführer; einige sind wegen ihres Erfolgs und ihrer Bekanntheit wichtige Imageträger der Region
  • dem Cluster gehören Unternehmen sehr unterschiedlicher Größenklasse an
  • zahlreiche Firmen wurden in den 50er Jahren gegründet, z.T. aus dem Bereich Landmaschinen
  • auffällig ist außerdem die hohe Zahl an jüngeren Ausgründungen aus diesen Unternehmen
  • in wichtigen Teilbereichen ist eine Spezialisierung auf den Bedarf anderer regional ansässiger Unternehmen erfolgt
  • einige der Unternehmen konkurrieren auf Teilmärkten
  • Einkauf von Zeichnungsteilen erfolgt, wenn möglich, aus der Region
  • zudem kleine Ingenieur- und Konstruktionsbüros und clusterspezifische Dienstleister um die Sondermaschinenhersteller angesiedelt
  • in der Region ist eine spezialisierte Arbeitnehmerschaft vorhanden
Kooperationen
  • Entwicklung der Sondermaschinen gemeinsam mit dem Kunden, zum Teil mit Austausch von Ingenieuren
  • die durch Ausgründungen aus den bestehenden Firmen heraus entstandenen Unternehmen sind oftmals wichtige Zulieferer
  • Netzwerk Maschinenbau in Niederbayern
Entwicklungstendenzen
  • das Cluster war insgesamt in den letzten Jahren durch eine starke Expansion gekennzeichnet, Zuwächse konnten vor allem beim Export realisiert werden
  • notwendig werdende Kapazitätserweiterungen werden zunehmend durch Auslagerung z.B. bei der von Fertigung von Baugruppen und Maschinenteilen vorgenommen
  • Zulieferer mit Entwicklungskompetenz sind gesucht und werden bei weiterhin positiver Entwicklung eine noch höhere Bedeutung erhalten
  • der Trend zu einer weiteren Qualifizierung der Mitarbeiter hält an
Clusterrelevante Links
 
  Kompetenz-Netzwerk Mechatronik (Cham) http://mc-netz.de
Cluster Mechatronik & Automation e.V. www.cluster-ma.de
BayDat - Das Transferportal der bayerischen Universitäten und Hochschulen www.baydat.de
  Mechatronik-Cluster im Clusterland Oberösterreich http://www.mechatronik-cluster.at
 
 
Detailinformationen Struktur des Clusters Sondermaschinenbau
 
In der Region finden sich bedeutende Firmen des Sondermaschinenbaus. Dabei sticht zum einen die Stadt Amberg als ein Zentrum der Branche von überregionaler Bedeutung hervor. Schwerpunktmäßig werden hier Montage-, Handling- und Bestückungsmaschinen hergestellt, die sowohl international als auch von der regional ansässigen Elektronik-, Automobil- und Kunststoffindustrie nachgefragt werden. Auch im Raum Straubing haben zahlreiche Unternehmen des Sondermaschinenbaus ihren Sitz. Ein Grund für die Konzentration an diesem Standort ist die Nachfrage, die durch die Produktionsaufnahme im BMW Werk 2 in Dingolfing entstanden ist. So konnten sich bestehende Unternehmen neben ihren bisherigen Kompetenzen ein weiteres Standbein schaffen.
 
Zahlreiche Unternehmen insbesondere aus den beiden genannten Regionen nehmen eine marktführende Position ein, ihre Produkte tragen international bekannte Markennamen. Da die Firmen in verschiedensten Bereichen der Montage- und Robotertechnik sowie der Mess- und Prüftechnik tätig sind, konkurrieren sie nur auf Teilmärkten. Auffällig sind in diesem Cluster die zahlreichen Ausgründungen von Mitarbeitern der Firmen, die sich teilweise in unmittelbarer Nachbarschaft ansiedeln. Oftmals wird der Produktionsprozess und damit die Maschinenbauer bereits in die Produktentwicklung mit eingebunden.
 
Östlich der Stadt Regensburg - im Raum Neutraubling/ Barbing - hat sich ein Schwerpunkt der Nahrungsmitteltechnologie mit internationaler Bedeutung gebildet. In Europa sei nur das Packaging Valley in Norditalien (Mailand, Parma) mit dem im Untersuchungsgebiet vorhandenen Potenzial vergleichbar. An erster Stelle ist dabei sicher die Firma Krones zu nennen, Weltmarktführer im Bereich von Getränkeabfüllanlagen. Es gibt jedoch eine beträchtliche Anzahl weiterer Firmen - zum Teil durch Ausgründungen entstanden - die ebenfalls zu dieser Kategorie des Clusters zu rechnen sind. Von der Absatzseite her ist die Bindung an den Standort eher gering, d.h. diese Unternehmen haben innerhalb der Region nicht mehr Kunden als außerhalb.
 
Als typisches Merkmal in diesem Bereich ist die spezialisierte Arbeitnehmerschaft zu nennen. Im Raum Neutraubling/ Barbing sind viele Spezialisten ansässig, die sich in der einen oder anderen Form mit der Nahrungsmitteltechnologie beschäftigen. Dies gilt im Bereich der Automatisierung auch in den Wirtschaftsräumen Amberg und Straubing. Aufgrund der Knappheit qualifizierter Arbeitskräfte wird dabei auch teilweise auf ältere Arbeitnehmer zurückgegriffen, die ein wichtiges Reservoir an speziellem Wissen darstellen. Zwischen den Firmen bestehen Kontakte, teilweise auch persönlicher Natur, die einen schnellen Informationsfluss garantieren. Trotz dieses direkten Austausches gelten die Kooperationsbeziehungen zwischen den Hauptakteuren als nicht besonders ausgeprägt.
 
Maschinen und Anlagen für zwei andere Schwerpunkte der ostbayerischen Industrie - den Porzellan- und den Glasbereich - können ebenfalls aus der Region bezogen werden. Insbesondere im Porzellan- und Keramikmaschinenbau benötigen die Ingenieure Maschinenbauwissen, das sich mit Wissen über die spezifischen Eigenschaften der Keramikmaterialien verbindet. Entsprechend spezialisierte Ingenieure gibt es außer in der Untersuchungsregion nur in Großbritannien sowie - allerdings im Bereich der Grobkeramik - in Oberitalien. Eine Spezialausbildung wird hierfür nicht angeboten, dadurch sind junge Maschinenbauer im Keramikbereich selten.
 
Als weiteres clustertypisches Kennzeichen kann das Vorhandensein von hochspezialisierten Fachleuten und Zulieferern gelten, von denen auch kleinere Firmen profitieren. Dies sind Zulieferer von Zeichnungsteilen und Baugruppen, eine Vielzahl von kleineren Ingenieur- und Konstruktionsbüros, Entwickler spezieller Software und Unternehmen, die clusterspezifische Dienstleistungen wie z.B. Beschichtungen oder Metallbearbeitung anbieten. Besonders in Amberg sind die Ausbildungsinstitutionen deutlich durch die starke Konzentration auf den Sondermaschinenbau geprägt, z.B. durch entsprechende Lehrlingsausbildung. Hier wie in anderen Teilen der Region ist ein spezialisierter Arbeitsmarkt entstanden.
 
Entwicklungstendenzen
 
Der Sondermaschinenbau ist eine in den vergangenen Jahren stark expandierende Branche, vor allem der Export weist hohe Wachstumsraten auf. Zahlreiche Unternehmen sehen sich aufgrund der weiterhin hohen Nachfrage zur Zeit gravierenden Kapazitätsproblemen gegenüber, wodurch sich verstärkte Tendenzen zur teilweisen Auslagerung der Teilefertigung erkennen lassen. Diese Zulieferer werden vorzugsweise in der Region gesucht. Dabei wird immer mehr erwartet, dass diese auch Entwicklungsaufgaben übernehmen.
 
Die Tendenz einer abnehmenden Fertigungstiefe ist klar erkennbar. Verschiedene Gründe werden dafür angeführt. Zum einen wird auf die Knappheit qualifizierter Mitarbeiter verwiesen, die verhindere, bestimmte Teilproduktionen selbst zu übernehmen. Zum anderen werden aber auch Argumente angeführt, die sich auf die größere Effizienz des Outsourcing beziehen. Wichtiges Kriterium ist die Flexibilität und Schnelligkeit des Lieferanten, da für den Sondermaschinenbau in hohem Maße Einzelfertigungen typisch sind.
 
Verstärkt wird nicht auf Produkt-, sondern auf Prozesskosten geschaut. In diesem Zusammenhang spielen Vertrauensbeziehungen eine wichtige Rolle, da man sich bei wichtigen Aufträgen auf die Zulieferer verlassen können muss.
 
Defizitbereiche
 
Beklagt wird von einigen Interviewpartnern, dass die in der Region existierenden Zulieferer für spezielle, insbesondere auch "große" Teile entweder Kapazitätsprobleme hätten oder in nicht ausreichender Anzahl vorhanden wären. Die bestehenden Lieferanten lieferten hervorragende Qualität, seien aber zum Teil für manche Situationen und Aufträge nicht groß oder flexibel genug. Auch Lieferanten mit Entwicklungskompetenz werden zum Teil vermisst.
 
Auch die auf Nahrungsmitteltechnologie spezialisierten Leitbetriebe kaufen immer mehr Zeichnungsteile und Baugruppen zu, auch sie suchen weitere regionale Zulieferer. Der Engpass im Zulieferbereich wurde von einigen Interviewpartnern durchaus als ein Wachstumshemmnis gesehen.
 
 
Verbindungen zu anderen Clustern
 
Typischerweise bestehen zwischen den Unternehmen des Sondermaschinenbaus Verbindungen zu den Industrien der Region. Die Maschinen und Anlagen werden von der regional ansässigen Elektronik-, Automobil-, Glas- und Kunststoffindustrie nachgefragt, wobei der Exportanteil der meisten Unternehmen bei über 50 Prozent liegt.
 
Besonders spezialisiert auf die Industriestruktur der Region sind die Hersteller von Glas- und Keramikmaschinen.
 
Zum Cluster Logistik und Spezialhandel ergeben sich Überschneidungen über die Hersteller von Logistiksystemen - in Ostbayern finden sich bedeutende Hersteller entsprechender Anlagen und Ausstattungen.
 
Im Bereich Sondermaschinenbau kommt oftmals die Modulbauweise zum Einsatz. Die zentralen Steuerungen der Maschinen und das Zusammenspiel dieser Module wird komplexer, wodurch auch die Anforderungen an die eingesetzten Sensoren sowie deren Anzahl steigen.
 
Die Informationstechnologie bietet zum einen Konstruktionsmöglichkeiten in CAx, zum anderen gewinnen die Steuerungen der Anlagen an Bedeutung. Zulieferer dieser verschiedenen Softwareprodukte haben ihren Sitz in Ostbayern.

 
Gliederung des Clusters:

  • Nahrungsmitteltechnologie
  • Automatisierung und Robotik
  • Verpackungsmaschinen
  • Bestückungsmaschinen und Halbleitertechnologie
  • Anlagenbau
  • Sonstiges, Zulieferer und Dienstleister
  • unterstützende Einrichtungen

 

 

 

Produkte des Clusters
  • technologisch anspruchsvolle Maschinen und Anlagen für verschiedene Einsatzzwecke (Nahrungsmitteltechnologie, Verpackungsmaschinen, Bestückungsmaschinen und Halbleitertechnologie, Automatisierung und Robotik, Anlagenbau), z.T. abgestimmt auf den spezifischen Bedarf regional ansässiger Unternehmen
 Leitbetriebe
  •  Krones, Zippel, Andritz Fiedler
  •  BHS Corrugated
  •  Mühlbauer High-Tech International, Geringer Halbleitertechnik
  •  Autec, Baumann, F.EE, Gluth Systemtechnik, IMA, Micro Epsilon, Sonplas
  •  Strama-MPS, Netzsch
Geographische Schwerpunkte
  • Nahrungsmitteltechnologie im Raum Neutraubling konzentriert
  • Sondermaschinenbau als starker Schwerpunkt in und um Straubing
  • Konzentration von Automatisierung und Robotik im Raum Amberg
Struktur des Clusters
  • einige Unternehmen der Region sind mit ihren Produkten Weltmarktführer; einige sind wegen ihres Erfolgs und ihrer Bekanntheit wichtige Imageträger der Region
  • dem Cluster gehören Unternehmen sehr unterschiedlicher Größenklasse an
  • zahlreiche Firmen wurden in den 50er Jahren gegründet, z.T. aus dem Bereich Landmaschinen
  • auffällig ist außerdem die hohe Zahl an jüngeren Ausgründungen aus diesen Unternehmen
  • in wichtigen Teilbereichen ist eine Spezialisierung auf den Bedarf anderer regional ansässiger Unternehmen erfolgt
  • einige der Unternehmen konkurrieren auf Teilmärkten
  • Einkauf von Zeichnungsteilen erfolgt, wenn möglich, aus der Region
  • zudem kleine Ingenieur- und Konstruktionsbüros und clusterspezifische Dienstleister um die Sondermaschinenhersteller angesiedelt
  • in der Region ist eine spezialisierte Arbeitnehmerschaft vorhanden
Kooperationen
  • Entwicklung der Sondermaschinen gemeinsam mit dem Kunden, zum Teil mit Austausch von Ingenieuren
  • die durch Ausgründungen aus den bestehenden Firmen heraus entstandenen Unternehmen sind oftmals wichtige Zulieferer
  • Netzwerk Maschinenbau in Niederbayern
Entwicklungstendenzen
  • das Cluster war insgesamt in den letzten Jahren durch eine starke Expansion gekennzeichnet, Zuwächse konnten vor allem beim Export realisiert werden
  • notwendig werdende Kapazitätserweiterungen werden zunehmend durch Auslagerung z.B. bei der von Fertigung von Baugruppen und Maschinenteilen vorgenommen
  • Zulieferer mit Entwicklungskompetenz sind gesucht und werden bei weiterhin positiver Entwicklung eine noch höhere Bedeutung erhalten
  • der Trend zu einer weiteren Qualifizierung der Mitarbeiter hält an
Clusterrelevante Links
 
  Kompetenz-Netzwerk Mechatronik (Cham) http://mc-netz.de
Cluster Mechatronik & Automation e.V. www.cluster-ma.de
BayDat - Das Transferportal der bayerischen Universitäten und Hochschulen www.baydat.de
  Mechatronik-Cluster im Clusterland Oberösterreich http://www.mechatronik-cluster.at
 
 
Detailinformationen Struktur des Clusters Sondermaschinenbau
 
In der Region finden sich bedeutende Firmen des Sondermaschinenbaus. Dabei sticht zum einen die Stadt Amberg als ein Zentrum der Branche von überregionaler Bedeutung hervor. Schwerpunktmäßig werden hier Montage-, Handling- und Bestückungsmaschinen hergestellt, die sowohl international als auch von der regional ansässigen Elektronik-, Automobil- und Kunststoffindustrie nachgefragt werden. Auch im Raum Straubing haben zahlreiche Unternehmen des Sondermaschinenbaus ihren Sitz. Ein Grund für die Konzentration an diesem Standort ist die Nachfrage, die durch die Produktionsaufnahme im BMW Werk 2 in Dingolfing entstanden ist. So konnten sich bestehende Unternehmen neben ihren bisherigen Kompetenzen ein weiteres Standbein schaffen.
 
Zahlreiche Unternehmen insbesondere aus den beiden genannten Regionen nehmen eine marktführende Position ein, ihre Produkte tragen international bekannte Markennamen. Da die Firmen in verschiedensten Bereichen der Montage- und Robotertechnik sowie der Mess- und Prüftechnik tätig sind, konkurrieren sie nur auf Teilmärkten. Auffällig sind in diesem Cluster die zahlreichen Ausgründungen von Mitarbeitern der Firmen, die sich teilweise in unmittelbarer Nachbarschaft ansiedeln. Oftmals wird der Produktionsprozess und damit die Maschinenbauer bereits in die Produktentwicklung mit eingebunden.
 
Östlich der Stadt Regensburg - im Raum Neutraubling/ Barbing - hat sich ein Schwerpunkt der Nahrungsmitteltechnologie mit internationaler Bedeutung gebildet. In Europa sei nur das Packaging Valley in Norditalien (Mailand, Parma) mit dem im Untersuchungsgebiet vorhandenen Potenzial vergleichbar. An erster Stelle ist dabei sicher die Firma Krones zu nennen, Weltmarktführer im Bereich von Getränkeabfüllanlagen. Es gibt jedoch eine beträchtliche Anzahl weiterer Firmen - zum Teil durch Ausgründungen entstanden - die ebenfalls zu dieser Kategorie des Clusters zu rechnen sind. Von der Absatzseite her ist die Bindung an den Standort eher gering, d.h. diese Unternehmen haben innerhalb der Region nicht mehr Kunden als außerhalb.
 
Als typisches Merkmal in diesem Bereich ist die spezialisierte Arbeitnehmerschaft zu nennen. Im Raum Neutraubling/ Barbing sind viele Spezialisten ansässig, die sich in der einen oder anderen Form mit der Nahrungsmitteltechnologie beschäftigen. Dies gilt im Bereich der Automatisierung auch in den Wirtschaftsräumen Amberg und Straubing. Aufgrund der Knappheit qualifizierter Arbeitskräfte wird dabei auch teilweise auf ältere Arbeitnehmer zurückgegriffen, die ein wichtiges Reservoir an speziellem Wissen darstellen. Zwischen den Firmen bestehen Kontakte, teilweise auch persönlicher Natur, die einen schnellen Informationsfluss garantieren. Trotz dieses direkten Austausches gelten die Kooperationsbeziehungen zwischen den Hauptakteuren als nicht besonders ausgeprägt.
 
Maschinen und Anlagen für zwei andere Schwerpunkte der ostbayerischen Industrie - den Porzellan- und den Glasbereich - können ebenfalls aus der Region bezogen werden. Insbesondere im Porzellan- und Keramikmaschinenbau benötigen die Ingenieure Maschinenbauwissen, das sich mit Wissen über die spezifischen Eigenschaften der Keramikmaterialien verbindet. Entsprechend spezialisierte Ingenieure gibt es außer in der Untersuchungsregion nur in Großbritannien sowie - allerdings im Bereich der Grobkeramik - in Oberitalien. Eine Spezialausbildung wird hierfür nicht angeboten, dadurch sind junge Maschinenbauer im Keramikbereich selten.
 
Als weiteres clustertypisches Kennzeichen kann das Vorhandensein von hochspezialisierten Fachleuten und Zulieferern gelten, von denen auch kleinere Firmen profitieren. Dies sind Zulieferer von Zeichnungsteilen und Baugruppen, eine Vielzahl von kleineren Ingenieur- und Konstruktionsbüros, Entwickler spezieller Software und Unternehmen, die clusterspezifische Dienstleistungen wie z.B. Beschichtungen oder Metallbearbeitung anbieten. Besonders in Amberg sind die Ausbildungsinstitutionen deutlich durch die starke Konzentration auf den Sondermaschinenbau geprägt, z.B. durch entsprechende Lehrlingsausbildung. Hier wie in anderen Teilen der Region ist ein spezialisierter Arbeitsmarkt entstanden.
 
Entwicklungstendenzen
 
Der Sondermaschinenbau ist eine in den vergangenen Jahren stark expandierende Branche, vor allem der Export weist hohe Wachstumsraten auf. Zahlreiche Unternehmen sehen sich aufgrund der weiterhin hohen Nachfrage zur Zeit gravierenden Kapazitätsproblemen gegenüber, wodurch sich verstärkte Tendenzen zur teilweisen Auslagerung der Teilefertigung erkennen lassen. Diese Zulieferer werden vorzugsweise in der Region gesucht. Dabei wird immer mehr erwartet, dass diese auch Entwicklungsaufgaben übernehmen.
 
Die Tendenz einer abnehmenden Fertigungstiefe ist klar erkennbar. Verschiedene Gründe werden dafür angeführt. Zum einen wird auf die Knappheit qualifizierter Mitarbeiter verwiesen, die verhindere, bestimmte Teilproduktionen selbst zu übernehmen. Zum anderen werden aber auch Argumente angeführt, die sich auf die größere Effizienz des Outsourcing beziehen. Wichtiges Kriterium ist die Flexibilität und Schnelligkeit des Lieferanten, da für den Sondermaschinenbau in hohem Maße Einzelfertigungen typisch sind.
 
Verstärkt wird nicht auf Produkt-, sondern auf Prozesskosten geschaut. In diesem Zusammenhang spielen Vertrauensbeziehungen eine wichtige Rolle, da man sich bei wichtigen Aufträgen auf die Zulieferer verlassen können muss.
 
Defizitbereiche
 
Beklagt wird von einigen Interviewpartnern, dass die in der Region existierenden Zulieferer für spezielle, insbesondere auch "große" Teile entweder Kapazitätsprobleme hätten oder in nicht ausreichender Anzahl vorhanden wären. Die bestehenden Lieferanten lieferten hervorragende Qualität, seien aber zum Teil für manche Situationen und Aufträge nicht groß oder flexibel genug. Auch Lieferanten mit Entwicklungskompetenz werden zum Teil vermisst.
 
Auch die auf Nahrungsmitteltechnologie spezialisierten Leitbetriebe kaufen immer mehr Zeichnungsteile und Baugruppen zu, auch sie suchen weitere regionale Zulieferer. Der Engpass im Zulieferbereich wurde von einigen Interviewpartnern durchaus als ein Wachstumshemmnis gesehen.
 
 
Verbindungen zu anderen Clustern
 
Typischerweise bestehen zwischen den Unternehmen des Sondermaschinenbaus Verbindungen zu den Industrien der Region. Die Maschinen und Anlagen werden von der regional ansässigen Elektronik-, Automobil-, Glas- und Kunststoffindustrie nachgefragt, wobei der Exportanteil der meisten Unternehmen bei über 50 Prozent liegt.
 
Besonders spezialisiert auf die Industriestruktur der Region sind die Hersteller von Glas- und Keramikmaschinen.
 
Zum Cluster Logistik und Spezialhandel ergeben sich Überschneidungen über die Hersteller von Logistiksystemen - in Ostbayern finden sich bedeutende Hersteller entsprechender Anlagen und Ausstattungen.
 
Im Bereich Sondermaschinenbau kommt oftmals die Modulbauweise zum Einsatz. Die zentralen Steuerungen der Maschinen und das Zusammenspiel dieser Module wird komplexer, wodurch auch die Anforderungen an die eingesetzten Sensoren sowie deren Anzahl steigen.
 
Die Informationstechnologie bietet zum einen Konstruktionsmöglichkeiten in CAx, zum anderen gewinnen die Steuerungen der Anlagen an Bedeutung. Zulieferer dieser verschiedenen Softwareprodukte haben ihren Sitz in Ostbayern.

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