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Vorgehensweise minimieren 

Konzeptentwicklung


Der erste Schritt beim Aufbau von CORIS war die Festlegung von Kriterien zur Identifizierung regionaler Cluster. Unter Berücksichtigung der relevanten neueren regionalökonomischen Literatur und darauf basierenden eigenen Überlegungen wurden folgende Kriterien festgelegt:

  • die Konzentration einer wirtschaftlichen Aktivität im Raum, die eine regionale Besonderheit darstellt
  • das Vorhandensein von Leitbetrieben
  • die Verfügbarkeit von spezialisierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern
  • die Existenz und Bedeutung unterstützender Einrichtungen,
  • die Nachweisbarkeit von Kooperationsbeziehungen (auch zwischen Wettbewerbern) und anderen Netzwerkbeziehungen

Unter einem „Leitbetrieb“ verstehen wir ein in der Region ansässiges Unternehmen, das mindestens zwei der folgenden Kriterien erfüllt:

  • sein Name ist überregional eng mit bestimmten Produkten oder Produktionsweisen verbunden (Imageträger)
  • es weist eine hohe Dynamik auf und spielt eine technische Vorreiterrolle (Technologieführerschaft)
  • es hat eine herausragende Marktstellung in bestimmten Marktsegmenten inne (Marktführer)

Unter „Unterstützenden Einrichtungen“ verstehen wir:

  • Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften mit clusterrelevanten Ausbildungsgängen sowie Lehrstühle mit passendem Forschungsprofil und Kooperationsbereitschaft
  • Forschungsinstitute
  • Technologietransferstellen
  • Initiativen und Netzwerke in clusterrelevanten Bereichen
  • firmenübergreifende Initiativen wie z. B. Trainee-Programme und Arbeitskreise

Datenerhebung Ostbayern 

Seit Projektstart wurden in Ostbayern rund 180 Interviews mit Experten und Führungspersönlichkeiten aus Unternehmen und wichtigen Institutionen durchgeführt. Als Personen, bei denen eine gute Kenntnis der regionalen Wirtschaftsstrukturen erwartet werden kann, wurden die mit der Wirtschaftsförderung betrauten Mitarbeiter der Landratsämter sowie kompetente Fachleute aus Beratungsinstitutionen, Banken sowie den Aufsichtsräten wichtiger regionaler Unternehmen ausgewählt. Die Interviews mit den Unternehmen fanden überwiegend auf der Ebene der Geschäftsleitung statt.

Die Interviews wurden mit Hilfe eines strukturierten offenen Fragebogens durchgeführt, die Ergebnisse in detaillierten Protokollen festgehalten. Diese umfangreiche Materialsammlung bildet die Grundlage für weitere Auswertungen. Anhand der Experten-Interviews konnten die potentiellen Cluster der Region identifiziert und konkretisiert werden.

Das Projekt CORIS war zu seiner Entstehunszeit wesentlich an der Arbeitsgruppe Regionales Informationssystem beteiligt. Diese von der Industrie- und Handelskammer Regensburg ins Leben gerufene Initiative hatte den Entwurf eines verschiedene Bereiche abdeckenden Fragebogens zum Ziel. Nach einem Pretest und geringfügiger Modifikation wurde der Fragebogen im Dezember von der IHK-Regensburg flächendeckend an ihre Mitgliedsfirmen verschickt. Dieser Fragebogen enthält als Kernstück einen Block, der die Grundlage zur Erstellung einer regionalen Unternehmensdatenbank bildet. Dabei werden gezielt auch die für die Cluster-Analyse relevanten Informationen erhoben.

Erste Ausweitung des Projekts: Donauraum

Von Ende 2005 bis Ende 2006 erfolgte eine Ausweitung der Projektarbeiten im Auftrag der Wirtschaftsregion Donaustädte. Die umfassendere Abbildung des Donauraumes Regensburg • Straubing • Deggendorf • Passau (mit Verlinkung nach Linz) in CORIS war als Teilprojekt eingebunden in das INTERREG-IIIB-CADSES Projekts donauhanse. Es kam die für das Pilotprojekt Ostbayern entwickelte Methodik zur Anwendung – so wurden 16 strukturierte Interviews mit Experten, 18 strukturierte Interviews mit Unternehmern aus den Regionen Passau und Straubing sowie vom Kooperationspartner managementcenter deggendorf zehn weitere Unternehmensinterviews im Raum Deggendorf durchgeführt.

Auch mit Hilfe weiterer Informationsquellen konnte der Datenbestand ergänzt, ausgeweitet und aktualisiert werden. Dies bildete die Basis für eine Ergänzung der bereits erfassten Cluster sowohl in die Breite als auch in die Tiefe. Neue Kompetenzen, Netzwerk- und Clusterstrukturen sind nun sichtbar gemacht, die Standortkarten an die neuen Anforderungen angepasst und um den Wirtschaftsraum erweitert. In den letzten Jahren neu entstanden sind die Netzwerke im Bereich der Sensorik, so dass im Zuge der Projektarbeiten der zehnte Cluster angelegt wurde. Dies umfasst sowohl die Abbildung der Strukturen des Sensorik-Clusters in CORIS, die Clusterkategorisierung, die Visualisierung auf einer eigenen Standortkarte sowie die Ergänzung des Atomiums.

Zweite Ausweitung: MittelfrankenPlus

Datenerhebung

Vor der Freischaltung von CORIS wurde mit Experteninterviews und mit einer schriftlichen Unternehmensbefragung die Datenbasis für das Informationssystem geschaffen. Die Auswertung der Interviews und der Daten aus der Befragung – sowie die Analyse von Konzepten und Texten zur Wirtschaftsentwicklung der Region – diente außerdem der Identifizierung der Cluster, die bisher in CORIS abgebildet werden.

Experteninterviews

 

Bis zum Frühjahr 2007 wurden ca. 50 persönliche Interviews in der Region geführt und ausgewertet. Zum einen handelte es sich um Interviews mit Vertreter/innen von Institutionen, wie z.B. den Kammern, der Wirtschaftsförderung der Städte und Landkreise, den Kompetenzinitiativen in der Region sowie anderen Persönlichkeiten mit guter Kenntnis der Wirtschaft der Region. Zum anderen fanden Interviews mit Führungskräften von großen, innovativen Unternehmen und wichtigen Zulieferbetrieben der Region statt.

 

Schriftliche Unternehmensbefragung


Zwischen dem Herbst 2006 und dem Frühjahr 2007 wurde in der Region eine schriftliche Unternehmensbefragung durchgeführt, die in einigen Kreisen auch von den Landräten und der Wirtschaftsförderung unterstützt wurde. In der breit angelegten Befragung wurden an mehr als 8.000 Betriebe der Region Fragebogen versandt. Ausgenommen wurden Betriebe ohne einen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und Betriebe bestimmter Wirtschaftszweige für die Clusterbildung aus theoretischen Gründen sowie aufgrund empirischer Analysen eher unwahrscheinlich erscheint. Die dabei erhobenen Daten finden sich zum Teil in CORIS wieder, zum Teil werden sie für anonymisierte wissenschaftliche Analysen zur Struktur der Cluster verwendet.

 

Weiteres Vorgehen


Nachdem die aus den Interviews und der schriftlichen Befragung gewonnenen Daten online zur Verfügung stehen, liegt das Hauptaugenmerk nun auf der Pflege und Aktualisierung der bereits eingestellten Daten sowie darauf, weitere Einträge in das Informationssystem zu bekommen. Unternehmen und Einrichtungen können sich online über den Navigationspunkt „Neueintrag“ eintragen. Durch die Erweiterung und Aktualisierung des Informationssystems im laufenden Betrieb soll auch gewährleistet werden, dass Veränderungen in der Struktur bestehender Cluster erfasst werden und die Entstehung neuer oder weiterer regionaler Kompetenzen und Cluster erkannt und im Informationssystem aufgenommen werden kann.

Denkbar ist in Zukunft auch eine Ausdehnung des Untersuchungsraums CORIS MittelfrankenPlus auf das Gebiet der Europäischen Metropolregion Nürnberg.

 

Konzeptentwicklung


Der erste Schritt beim Aufbau von CORIS war die Festlegung von Kriterien zur Identifizierung regionaler Cluster. Unter Berücksichtigung der relevanten neueren regionalökonomischen Literatur und darauf basierenden eigenen Überlegungen wurden folgende Kriterien festgelegt:

  • die Konzentration einer wirtschaftlichen Aktivität im Raum, die eine regionale Besonderheit darstellt
  • das Vorhandensein von Leitbetrieben
  • die Verfügbarkeit von spezialisierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern
  • die Existenz und Bedeutung unterstützender Einrichtungen,
  • die Nachweisbarkeit von Kooperationsbeziehungen (auch zwischen Wettbewerbern) und anderen Netzwerkbeziehungen

Unter einem „Leitbetrieb“ verstehen wir ein in der Region ansässiges Unternehmen, das mindestens zwei der folgenden Kriterien erfüllt:

  • sein Name ist überregional eng mit bestimmten Produkten oder Produktionsweisen verbunden (Imageträger)
  • es weist eine hohe Dynamik auf und spielt eine technische Vorreiterrolle (Technologieführerschaft)
  • es hat eine herausragende Marktstellung in bestimmten Marktsegmenten inne (Marktführer)

Unter „Unterstützenden Einrichtungen“ verstehen wir:

  • Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften mit clusterrelevanten Ausbildungsgängen sowie Lehrstühle mit passendem Forschungsprofil und Kooperationsbereitschaft
  • Forschungsinstitute
  • Technologietransferstellen
  • Initiativen und Netzwerke in clusterrelevanten Bereichen
  • firmenübergreifende Initiativen wie z. B. Trainee-Programme und Arbeitskreise

Datenerhebung Ostbayern 

Seit Projektstart wurden in Ostbayern rund 180 Interviews mit Experten und Führungspersönlichkeiten aus Unternehmen und wichtigen Institutionen durchgeführt. Als Personen, bei denen eine gute Kenntnis der regionalen Wirtschaftsstrukturen erwartet werden kann, wurden die mit der Wirtschaftsförderung betrauten Mitarbeiter der Landratsämter sowie kompetente Fachleute aus Beratungsinstitutionen, Banken sowie den Aufsichtsräten wichtiger regionaler Unternehmen ausgewählt. Die Interviews mit den Unternehmen fanden überwiegend auf der Ebene der Geschäftsleitung statt.

Die Interviews wurden mit Hilfe eines strukturierten offenen Fragebogens durchgeführt, die Ergebnisse in detaillierten Protokollen festgehalten. Diese umfangreiche Materialsammlung bildet die Grundlage für weitere Auswertungen. Anhand der Experten-Interviews konnten die potentiellen Cluster der Region identifiziert und konkretisiert werden.

Das Projekt CORIS war zu seiner Entstehunszeit wesentlich an der Arbeitsgruppe Regionales Informationssystem beteiligt. Diese von der Industrie- und Handelskammer Regensburg ins Leben gerufene Initiative hatte den Entwurf eines verschiedene Bereiche abdeckenden Fragebogens zum Ziel. Nach einem Pretest und geringfügiger Modifikation wurde der Fragebogen im Dezember von der IHK-Regensburg flächendeckend an ihre Mitgliedsfirmen verschickt. Dieser Fragebogen enthält als Kernstück einen Block, der die Grundlage zur Erstellung einer regionalen Unternehmensdatenbank bildet. Dabei werden gezielt auch die für die Cluster-Analyse relevanten Informationen erhoben.

Erste Ausweitung des Projekts: Donauraum

Von Ende 2005 bis Ende 2006 erfolgte eine Ausweitung der Projektarbeiten im Auftrag der Wirtschaftsregion Donaustädte. Die umfassendere Abbildung des Donauraumes Regensburg • Straubing • Deggendorf • Passau (mit Verlinkung nach Linz) in CORIS war als Teilprojekt eingebunden in das INTERREG-IIIB-CADSES Projekts donauhanse. Es kam die für das Pilotprojekt Ostbayern entwickelte Methodik zur Anwendung – so wurden 16 strukturierte Interviews mit Experten, 18 strukturierte Interviews mit Unternehmern aus den Regionen Passau und Straubing sowie vom Kooperationspartner managementcenter deggendorf zehn weitere Unternehmensinterviews im Raum Deggendorf durchgeführt.

Auch mit Hilfe weiterer Informationsquellen konnte der Datenbestand ergänzt, ausgeweitet und aktualisiert werden. Dies bildete die Basis für eine Ergänzung der bereits erfassten Cluster sowohl in die Breite als auch in die Tiefe. Neue Kompetenzen, Netzwerk- und Clusterstrukturen sind nun sichtbar gemacht, die Standortkarten an die neuen Anforderungen angepasst und um den Wirtschaftsraum erweitert. In den letzten Jahren neu entstanden sind die Netzwerke im Bereich der Sensorik, so dass im Zuge der Projektarbeiten der zehnte Cluster angelegt wurde. Dies umfasst sowohl die Abbildung der Strukturen des Sensorik-Clusters in CORIS, die Clusterkategorisierung, die Visualisierung auf einer eigenen Standortkarte sowie die Ergänzung des Atomiums.

Zweite Ausweitung: MittelfrankenPlus

Datenerhebung

Vor der Freischaltung von CORIS wurde mit Experteninterviews und mit einer schriftlichen Unternehmensbefragung die Datenbasis für das Informationssystem geschaffen. Die Auswertung der Interviews und der Daten aus der Befragung – sowie die Analyse von Konzepten und Texten zur Wirtschaftsentwicklung der Region – diente außerdem der Identifizierung der Cluster, die bisher in CORIS abgebildet werden.

Experteninterviews

 

Bis zum Frühjahr 2007 wurden ca. 50 persönliche Interviews in der Region geführt und ausgewertet. Zum einen handelte es sich um Interviews mit Vertreter/innen von Institutionen, wie z.B. den Kammern, der Wirtschaftsförderung der Städte und Landkreise, den Kompetenzinitiativen in der Region sowie anderen Persönlichkeiten mit guter Kenntnis der Wirtschaft der Region. Zum anderen fanden Interviews mit Führungskräften von großen, innovativen Unternehmen und wichtigen Zulieferbetrieben der Region statt.

 

Schriftliche Unternehmensbefragung


Zwischen dem Herbst 2006 und dem Frühjahr 2007 wurde in der Region eine schriftliche Unternehmensbefragung durchgeführt, die in einigen Kreisen auch von den Landräten und der Wirtschaftsförderung unterstützt wurde. In der breit angelegten Befragung wurden an mehr als 8.000 Betriebe der Region Fragebogen versandt. Ausgenommen wurden Betriebe ohne einen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und Betriebe bestimmter Wirtschaftszweige für die Clusterbildung aus theoretischen Gründen sowie aufgrund empirischer Analysen eher unwahrscheinlich erscheint. Die dabei erhobenen Daten finden sich zum Teil in CORIS wieder, zum Teil werden sie für anonymisierte wissenschaftliche Analysen zur Struktur der Cluster verwendet.

 

Weiteres Vorgehen


Nachdem die aus den Interviews und der schriftlichen Befragung gewonnenen Daten online zur Verfügung stehen, liegt das Hauptaugenmerk nun auf der Pflege und Aktualisierung der bereits eingestellten Daten sowie darauf, weitere Einträge in das Informationssystem zu bekommen. Unternehmen und Einrichtungen können sich online über den Navigationspunkt „Neueintrag“ eintragen. Durch die Erweiterung und Aktualisierung des Informationssystems im laufenden Betrieb soll auch gewährleistet werden, dass Veränderungen in der Struktur bestehender Cluster erfasst werden und die Entstehung neuer oder weiterer regionaler Kompetenzen und Cluster erkannt und im Informationssystem aufgenommen werden kann.

Denkbar ist in Zukunft auch eine Ausdehnung des Untersuchungsraums CORIS MittelfrankenPlus auf das Gebiet der Europäischen Metropolregion Nürnberg.

 


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